Gebäudeversicherung Bern
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Feuer und Flamme für die Jugendfeuerwehr

Atemschutzgerät, Brandsimulation und Kameradschaft: Wer meint, die Jugendfeuerwehr sei ein mehrbesserer Jugendtreff, hat sich ordentlich getäuscht. Die angehenden Feuerwehrmänner- und frauen nehmen die Jugendfeuerwehr ernst und engagieren sich bei ihrem diesjährigen Weiterbildungskurs vorbildlich.

Samstag, 23. Mai 2015, Busswil bei Büren: Wetter gut, Jugendfeuerwehr auf den Beinen. Die Jugendlichen haben einen strengen Tag vor sich – von 08.00 bis 17.00 Uhr dauert ihr diesjähriger Weiterbildungskurs. Doch auch wenn es ein langer Tag wird, die Vorfreude ist spür- und beinahe greifbar: Heute werden die Jugendlichen erstmals ein Atemschutzgerät tragen und den Einsatz am Feuer üben. Dabei werden sie merken, dass es durchaus eine einschüchternde Wirkung haben kann, wenn es heiss und eng wird.

Die Jugendlichen werden gleich als erstes in fünf Klassen aufgeteilt. «Die Mädchen sind Gruppenchefs», verordnet Martin Eggli, der den Kurs leitende Kreisfeuerwehrinspektor, und schmunzelt: «So gibt’s keine Hahnenkämpfe».

Insgesamt haben die fünf Klassen fünf Posten zu absolvieren: Angewöhnung Atemschutz am Feuer, Rettung, Elementarschaden eingrenzen, Brand Teil 1 und 2. Jede Station an diesem Tag ist für die Jugendlichen sehr lehrreich und spannend. Am höchsten steht natürlich bei allen fünf Klassen das Thema «Angewöhnung Atemschutz am Feuer» im Kurs.

Hitze, Rauch, Feuer und ein Atemschutzgerät

Die Erlebnisse mit dem Atemschutzgerät sind verschieden. Die einen merken keinen Unterschied, während die anderen m sich zuerst noch an das Gerät gewöhnen müssen. Aber egal wie sich das erste Erlebnis mit dem Atemschutzgerät anfühlte: Die zusätzlichen 12 Kilo am Rücken machen stolz, das sieht man in den Augen der Jugendlichen.

Doch die Verwendung der Atemschutzgeräte geht heute aber über die reine Anprobe hinaus: sie üben den Ernstfall in der Flash-Box, deren Miete von der Gebäudeversicherung Bern (GVB) aus der Erlösen der Präventionskampagne 2014 finanziert wurde.

Die Flash-Box bringt den Jugendlichen den Einsatz am Feuer näher, indem sie unterschiedliche Brandfälle simuliert. An diesem Tag trainieren die angehenden Feuerwehrmänner- und frauen drei unterschiedliche Brandursachen. Sie lernen so Atemschutztechniken und die Feuerbekämpfung im Innenraum kennen. Die Hitze und die Enge in der Flash-Box sowie vor allem das zusätzliche Gewicht des Atemschutzgerätes machen die Übung eindrücklich und lehrreich.

Nach der Übung in der Flash-Box gibt es von den Ausbildnern erst einmal etwas zu trinken. Es ist heiss, die Jugendlichen haben geschwitzt, der Hals ist trocken, nicht dass noch jemand vor lauter Aufregung dehydriert. «Wow, das war ja der Hammer, ich hab das Feuer richtig gespürt»: von Begeisterung bis hin zu Verunsicherung ist alles zu hören «Mir war es etwas schwindelig, aber eigentlich hat es einen Riesenspass gemacht.»

Egal ob es der erste oder letzte Posten war – die Station mit den Atemschutzgeräten war an diesem Samstag ganz sicher die begehrteste. Als Beobachterin kann ich auf einen eindrücklichen Tag zurückblicken und mich in Sicherheit wiegen. Eine solche Begeisterung, ein solcher Elan und so viel Herzblut – da kann bei einem Ernstfall fast nichts mehr schiefgehen.