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Geschichte

Geschichte der GVB

Die Gründung von staatlichen Institutionen zur Hilfeleistung bei Bränden geht auf die zweite Hälfte des 17. bzw. Anfang des 18. Jahrhunderts zurück. Mehrere Private der Stadt Bern und Umgebung schlossen sich zusammen und gründeten am 28. Mai 1806 mit ungefähr 6000 Gebäuden und einem Gesamtversicherungswert von rund 20 Millionen Franken die Brandversicherungsanstalt.

 

Der Kleine Rat (der heutige Regierungsrat) erklärte diese Beteiligung für hinreichend und begründete damit auf den 1. Januar 1807 den Start der Brandversicherungsanstalt des Kantons Bern. Diese kantonale Brandversicherung löste die Organisation der privaten Selbsthilfe ab. Aus jener Zeit stammt auch der Begriff «Brandbettel»; die «Abgebrannten» erhielten damals so genannte Brandbriefe, mit denen die «Erlaubnis zum Sammeln von Liebesgaben und die Empfehlung zu guter Aufnahme» erteilt wurde.

 

 

   
2011 1. Januar: Inkrafttreten des neuen Gebäudeversicherungsgesetzes.
   
2010 9. Juni: Der Grosse Rat verabschiedet das total revidierte Gebäudeversicherungsgesetz, welches die Leistungsbereitschaft der GVB nachhaltig stärken soll. Bewährte Elemente wie Rechtsform und Monopol mit Versicherungsobligatorium belieben bestehen. Neu erhält die GVB mehr unternehmerischen Handlungsspielraum, wodurch sie ihre Risiken breiter streuen und ihr versicherungstechnisches Ergebnis verbessern kann. Ausserdem werden Führung und Aufsicht neu klar getrennt.
  23. Dezember: Eintrag der neu gegründeten Tochtergesellschaften der GVB, der GVB Privatversicherungen AG und der GVB Services AG, ins Handelsregister.
   
2009 Ein breiter Hagelzug am 26. Juli 2009 beschädigt 16'800 Gebäude und richtet Gebäudeschäden in Höhe von 60 Millionen Franken an. Der Hagel dauerte ca. 30 Minuten und brachte der GVB so viele Schäden, wie sonst in einem durchschnittlichen Jahr.
   
2007 Unter dem Motto «200 Jahre Schutz und Sicherheit» feiert die GVB ihr 200-Jahr-Jubiläum. Gleichzeitig wurde der Kanton Bern im Sommer von einer Reihe schwerer Unwetter heimgesucht – praktisch keine Region bleibt verschont. Die Gemeinde Lyss im Berner Seeland wurde durch den Lyssbach gar drei Mal überschwemmt.
  11. Januar: Ein grosses Merci an unsere Kunden. Zum 200. Geburtstag bringt die GVB ihren Kundinnen und Kunden ein Stück Bern näher. Zum Beispiel das Jungfraujoch oder das Zentrum Paul Klee zum Jubiläumstarif.
  20. Februar: Allen bernischen Schulen der Grundstufe schenkt die GVB insgesamt 1500 «Zouber-Chischte Füür». Mit diesem Experimentierkasten lernen die Kinder bewusst mit dem Feuer umzugehen.
  1. Mai: Ausstellung «Berns Weg in die Moderne» im Historischen Museum Bern, auch mit Informationen über die Geschichte der GVB und der Brandversicherungsanstalt.
  6. September: Am ersten nationalen Klimaforum, organisiert von der GVB und der Universität Bern, erörtern über 400 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik die Auswirkungen des Klimawandels auf Umwelt und Volkswirtschaft.
   
 2006 Gründung der Bernischen Stiftung zur Prävention von Gebäudeschäden. Diese motiviert die Gebäudeeigentümer, Massnahmen zum Schutz vor Elementarschäden zu ergreifen.
  1. Anerkennungsstufe EFQM (Committed to Excellence, ein Qualitätszertifikat) - Verpflichtung zu Excellence. Die GVB erhält im Rahmen der Teilnahme am ESPRIX 2007 einen von externen Assessoren erstellten Feedbackbericht.
   
 2005 Das Hochwasser vom 20./21. August wird zum bisher grössten Elementarschadenereignis der GVB. 6432 Gebäude werden beschädigt, die Schadensumme beträgt 308,6 Millionen Franken.
  Hausinfo.ch (die Internet-Plattform der GVB und des Hauseigentümerverbandes) und die Wetterredaktion SF METEO des Schweizer Fernsehens lancieren am 16. März 2005 Wetter-Alarm, den SMS-Informationsdienst, der vor Unwettern warnt und so Schäden verhindert.
  Wetter-Alarm wird bereits in seinem Einführungsjahr von der Schweizer Assekuranz mit dem Anerkennungspreis 2005 ausgezeichnet.
   
 2004 Das GVB-Kundencenter nimmt seinen Betrieb auf.   
  Die GVB verleiht den ersten Prix Prévention, der Beiträge zur Verhinderung von Feuer- und Elementarschäden prämiert.
  Die GVB lanciert zusammen mit dem Feuerwehrverband des Kantons Bern die kantonal organisierte Jugendfeuerwehr, die den Nachwuchs für die Milizfeuerwehren fördert.
  Die GVB wird im Rahmen der Publicitas Print Media Trophy mit der hausinfo-Kampagne in der Kategorie «National bestes Berner Inserat» für den URS'04 nominiert.  
  Marketing Trophy 2004: Die GVB kann einen weiteren Erfolg für ihr markt- und kundenorientiertes Handeln verbuchen: Die Internettplattform «hausinfo» wird in ihrer Kategorie mit der silbernen Trophy ausgezeichnet. 
   
 2003 Die GVB lanciert zusammen mit dem Hauseigentümerverband die Internetplattform hausinfo als Online-Ratgeber. Bestehende sowie angehende Haus- und Stockwerk-Eigentümern erhalten hier Antworten zu allen Themen rund ums Haus.
  Marketing Trophy 2003: Die GVB erreicht in ihrer Kategorie den ausgezeichneten zweiten Rang für die Produktentwicklung und das Marketing-Kommunikationskonzept der Zusatzversicherung «GVB Top».  
   
 2002 Die GVB wird im Rahmen der Publicitas Print Media Trophy 2002 mit dem Inseratesujet «GVB Top - Bundeshaus» in der Kategorie «Bestes nationales Berner Inserat» für den URS'02 nominiert.    
   Die GVB wird vom Schweizerischen Marketing Club (SMC) für die Marketing Trophy 2003 nominiert. 
   Die GVB erhält den Innovationspreis 2002 der Schweizer Assekuranz für die Zusatzversicherung «GVB Top».  
   Die GVB wird für die Werbekampagne zur Einführung ihrer neuen Zusatzversicherung «GVB Top» vom Art Directors Club Schweiz mit Bronze ausgezeichnet.
   
 2001 Einführung der Zusatzversicherung «GVB Top» mit einer erweiterten Objektversicherung. Die Zusatzversicherung «GVB Fix» läuft aus.
  Erweiterung der Deckung bei der Zusatzversicherung «GVB Plus». Die bisher geltende Beschränkung auf Feuer- und Überschwemmungsschäden an der Gebäudeumgebung wird mit Ausnahme von Hagelschäden an der Bepflanzung aufgehoben.
  Übernahme des Bereichs Öl- und Chemiewehr/Strassenrettung vom Kanton Bern.
  Wechsel der Gemeinde Vellerat vom Kanton Bern in den Kanton Jura.
   
 1999 Lawinen, Hochwasser, Hagel und der Sturm «Lothar» machen das Jahr zu einem der bisher grössten Schadenjahr der GVB: 72'000 Gebäude werden beschädigt, der Schaden beträgt insgesamt 364,7 Millionen Franken. 
   
 1995 Das neue Feuerschutz- und Wehrdienstgesetz FWG (heute Feuerschutz- und Feuerwehrgesetz FFG) tritt in Kraft.  
   
 1993 Übertritt des Laufentals vom Kanton Bern zum Kanton Baselland  
  Einführung der Zusatzversicherung «GVB Fix» als Grundversicherung mit Tarifgarantie.
  Einführung der Zusatzversicherung «GVB Plus» zur Deckung von Umgebungsschäden auf der Hausparzelle durch Feuer- und Überschwemmungsschäden, inklusive Tarifgarantie.
   
1979/1980 Einführung der freiwilligen, zusätzlichen, begrenzten Versicherungsdeckung für Erdbeben- Terror- und Unruheschäden.
   
1978 Gründung des Schweizerischen Pools für Erdbebendeckung der 19 kantonalen Gebäudeversicherungen.
  Gründung des Kantons Jura. Gleichzeitig wurde dort die Gebäudeversicherung Jura (Assurance Immobilière du Jura, AIJ) gegründet, wobei ihr die entsprechenden Mittel der GVB übereignet wurden.
   
1971 Inkraftsetzung eines neuen Gebäudeversicherungsgesetzes, das folgende Neuerungen brachte:
  • Prämienberechnung aufgrund eines risikogerechten Tarifs
  • Einschluss der Versicherungsdeckung für Rauch-, Hitze-, Explosions- und Meteorschäden.    
  • Einführung des Obligatoriums für die Bauversicherung
  • Einführung der indexierten Neuwertversicherung (Anpassung an die jährliche Bauteuerung)
  • Namensänderung von Brandversicherungsanstalt (BVA) zu Gebäudeversicherung des Kantons Bern (GVB)
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    1951 Übertragung der feuerpolizeilichen Funktionen vom Kanton auf die BVA und damit der Aufgaben zur Schadenverhütung und -bekämpfung 
       
    1942 Einschluss des Hagelrisikos für Gebäude.
       
    1927 Einführung der zusätzlichen Versicherungsdeckung für die Elementarschadenrisiken Sturmwind, Hochwasser, Überschwemmung, Lawinen, Schneedruck und -rutsch, Steinschlag und Erdrutsch. 
       
    1914 Versicherung der Gebäude zu 100 Prozent des Versicherungswertes. Einführung der Bau- und Explosionsversicherung auf Freiwilligkeit. Einführung der Beiträge an die Schadenverhütung und -bekämpfung. Mitwirkung bei Feuerpolizei. 
       
    1910 Gründung des Interkantonalen Rückversicherungsberbandes (IRV) durch die 18 kantonalen Gebäudeversicherungen. Der IRV ermöglicht als eigenständiger Rückversicherer die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der einzelnen Gebäudeversicherung ohne jegliche Verwendung staatlicher Mittel. 
       
    1903 Gründung der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) als Dachorganisation der 18 öffentlich-rechtlichen Gebäudeversicherungen. Heute wird die VKF von kantonalen Brandschutzbehörden in der ganzen Schweiz mitgetragen und ist mit der Koordination und Vereinheitlichung des Brandschutzes in der Schweiz sowie dessen Harmonisierung mit der EU beauftragt. Gleichzeitig ist die VKF auch eine nach europäischen Normen akkreditierte Zertifizierungsstelle für Brandschutzprodukte (SCES 007) und für Fachpersonal für Brandschutzeinrichtungen (SCES 026). 
       
    1881 Einführung des allgemeinen Versicherungsobligatoriums und des Monopols. Versicherung der Gebäude zu 80 Prozent des Versicherungswertes. Prämie nach Gefahrenklassen (Einführung des Zuschlagstarifs). 
       
    1834 Überführung der Brandversicherungsanstalt in ein Definitivum (nach dreimaliger Verlängerung der Probezeit). Einführung des Versicherungsobligatoriums für Gebäude des Staates, der Gemeinden, der Armen- und Kirchenfonds.
       
    1807 Start der Brandversicherungsanstalt des Kantons Bern (BVA), mit rund 6000 versicherten Gebäuden und einem Gesamtversicherungswert von rund 20 Millionen Franken (vorerst für eine Probezeit von 25 Jahren!). Versicherung von Gebäuden gegen Feuerschäden zum Zeitwert mit Einheitsprämie. 
       
    1806 Der Kleine Rat (heute Regierungsrat) erlässt die «Verordnung zur Errichtung einer allgemeinen Brandversicherung für den Kanton Bern» (datiert vom 28. Mai 1806). 

     

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