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Datum
25.02.2008
Prix Prévention 2008 der GVB

 

Nach 2004 und 2006 hat die Gebäudeversicherung Bern (GVB) am 25. Februar 2008 im Rahmen einer schlichten Feier bereits zum dritten Mal den mit insgesamt 20'000 Franken dotierten «Prix Prévention» verliehen. Von den sieben nominierten Projekten gewinnt der Industrie-Designer, Karl Weber aus Rüti/ZH den Hauptpreis. Reto Schmid aus Biel, Fritz Hofer aus Rüegsauschachen sowie Nicola Di Gabriele aus Lyss heissen die drei Gewinner des 2. Preises. Michael Dobler, Oberurnen, Corinne Burkhard, Grenchen und Rudolf Jungen, Frutigen erhalten als Anerkennung ihrer Projektideen eine Nominationsurkunde

 

Von den 32 eingereichten Ideen und Vorschlägen betreffen 19 den Hochwasserschutz, 7 den Brandschutz und 6 allgemeine Präventionsideen. Auch dieses Jahr hatte die Jury keine leichte Aufgabe. Sie hat festgestellt, dass bei dieser dritten Ausschreibung des Prix Prévention die neuen und innovativen Ideen eine sinkende Tendenz aufweisen. Auch wenn keines der nominierten Projekte als besonders oder aussergewöhnlich auffiel, fanden sich trotzdem sieben Ideen, die einen Preis oder zumindest eine Anerkennung verdienen. Entscheidend bei der Bewertung sind beispielsweise die Präventionswirkung, die Innovation, die Breitenwirkung, die Durchführbarkeit, die Beispielhaftigkeit und Nachhaltigkeit der eingereichten Projekte. Unter Berücksichtigung dieser Bewertungskriterien hat die Jury entschieden, dieses Jahr das Preisgeld von 20'000 Franken wiederum aufzuteilen, 8000 Franken für den Hauptgewinner und, aufgrund der praktisch gleichen Notenwertung, je 4000 Franken für drei Gewinner des 2. Preises.
Mit dem «Prix Prévention» wirbt die Gebäudeversicherung Bern (GVB) für Beiträge zur Verhinderung oder Verminderung von Feuer- und Elementarschäden. Darüber hinaus will die GVB die Bevölkerung für Sicherheitsaspekte rund um Feuer- und Elementarschäden an Gebäuden sensibilisieren.

 

Der Hauptpreis geht an den Industrie-Designer Karl Weber, Rüti/ZH, für das variable Schutzsystem für Tür- und Fensteröffnungen, welche nicht voll unter Wasser stehen. Das Besondere dabei ist, dass der Einbau keine baulichen Veränderungen am Gebäude erfordert.

 

Die drei Gewinner des 2. Preises sind Reto Schmid aus Biel, Fritz Hofer aus Rüegsauschachen und Nicola Di Gabriele aus Lyss: Reto Schmid für die Idee, dass auf allen in der Schweiz verkauften Mobiltelefongeräten die Notrufnummern «per Default» standardmässig vorprogrammiert sind. Fritz Hofer für die Idee, dass die Eingangstüren und weitere Gebäudeöffnungen statt nach innen, neu nach aussen zu montieren sind, mit der Begründung, dass der Druck des Wassers für eine gute Abdichtung sorgt. Nicola Di Gabriele für sein einfaches und günstiges Abdichtungssystem für den Hochwasserschutz, bestehend aus einer Profilsystemreihe und einem Dichtungs-Gel auf Silikonbasis. 

 

Weitere drei Teilnehmer am «Prix Prévention» werden für ihre Projektideen mit einer Nominationsurkunde geehrt. Es sind dies Michael Dobler aus Oberurnen, für ein neu entwickeltes Hochwasser-Schutzkissen FloodStop zum Abdichten von Gebäudeöffnungen, Corinne Burkhard aus Grenchen, für ihre Idee des «Schlauen Dampfabzugs», welcher bei Brandgefahr den Kochherd ausschaltet und Löschfunktionen übernimmt sowie Rudolf Jungen aus Frutigen, für die Idee, auf dem Gelände der alten Fischzucht in Stalden i. E./Freimettigen ein Ausbildungs- und Testzentrum für Hochwasserschutzeinrichtungen zu bauen.

Die Preise wurden persönlich durch Ueli Winzenried, Vorsitzender der Geschäftsleitung GVB und Präsident der Jury sowie durch Jury-Mitglied Werner Lüthi, Münsingen, übergeben. Der bekannte Cartoonist Pfuschi hat an der Feier seine Vorstellung von der Umsetzung der nominierten Projekte je in einer Karikatur festgehalten, welche zusammen mit dem Preis den Gewinnern übergeben wurde.

 

Ueli Winzenried, Vorsitzender der Geschäftsleitung der GVB, wies in seinem Einleitungsreferat auf die deutliche Zunahme der Gebäudeschäden durch Naturereignisse der letzten Jahre hin. Die GVB will diesen Trend nicht einfach hinnehmen, sondern sieht es als Kernaufgabe an, sich in der Elementarschadenprävention zu engagieren und sich wo immer möglich mit gezielten Aktivitäten und Präventionsmassnahmen für einen wirksamen Schutz einzusetzen. Eine dieser Massnahmen stellt auch der Prix Prévention dar.

 

Für den Schutz der Gebäude vor Elementarereignissen könnten Synergien zum aktuellen Aktionsplan „Energieeffizienz“ des Bundesrates genutzt werden. Dieser sieht Sanierungsmassnahmen an Gebäuden vor. Der künftige Prix Prévention könnte also zum Beispiel Innovationen im Bereich Produkte und Baustoffe prämieren, die energieefizient sind, gleichzeitig Elementarschäden mindern und sich optimal bei einer Gebäudesanierung einsetzen lassen.

 

Die Jury umfasst folgende stimmberechtigte Mitglieder:

  • Adrian Amstutz, Nationalrat, Geschäftsleiter Amstutz, Abplanalp Birri AG, Architektur und Bauleitung, Sigriswil
  • Kathrin Anderegg-Dietrich, Notar, Präsidentin Verband Berner KMU, Zollikofen
  • Dr. Adrian Haas, Direktor Handels- und Industrieverein, des Kantons Bern HIV, Grossrat, Bern
  • Dr. Christoph Lienert, Leiter Prävention und Intervention, Gebäudeversicherung Bern, Ittigen
  • Werner Lüthi, ehem. Feuerwehrinspektor, Münsingen
  • Stéphane Maye, dipl. Ing. ETH, MBA HSG, Direktor, Projektentwicklung Welschland, Losinger Construction SA
  • Prof. Dr. Christian Schlüchter, Ordinarius für Quartär- und Umweltgeologie, Institut für Geologie, Universität Bern
  • Johann Niklaus Schneider-Ammann, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates Ammann Unternehmungen, Nationalrat, Langenthal
  • Artur K. Vogel, Chefredaktor, «Der Bund», Bern
  • Prof. Dr. Heinz Wanner, Direktor Nationaler, Forschungsschwerpunkt Klima, Universität Bern
  • Ueli Winzenried, Vorsitzender der Geschäftsleitung, Gebäudeversicherung Bern, Ittigen (Präsident der Jury)

 

Ueli Winzenried, Vorsitzender der Geschäftsleitung (Tel. 031 925 11 11) oder
Bernhard Müller, Leiter Kommunikation (Tel. 031 925 16 04), E-Mail: bmueller@gvb.ch.



Weitere Informationen zum Prix Prévention finden sich unter:
www.prixprevention.ch

 

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