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Datum
27.07.2009
Heftige Hagelschäden im ganzen Kanton

Ein überdurchschnittlich heftiger Hagelzug ging letzten Donnerstag über die Schweiz: Im Kanton Bern verwüstete der Hagel am Nachmittag weite Teile des Berner Mittellands. Am stärksten betroffen waren die Amtsbezirke Schwarzenburg, Seftigen, Konolfingen und Signau. Nach ersten Schätzungen der Gebäudeversicherung Bern (GVB) sind rund 8’000 Gebäude beschädigt mit einer Schadensumme von über 30 Millionen Franken.

 

Die breite und heftige Gewitterfront mit Sturmböen und Hagel, die am Donnerstagnachmittag von Westen nach Osten über das Berner Mittelland zog, hat Schäden in Millionenhöhe verursacht. Die Gebäudeversicherung Bern rechnet zurzeit mit rund 8’000 Schadenmeldungen. «Die Schadensumme wird voraussichtlich 30 Millionen Franken übersteigen», schätzt Andreas Dettwiler, Leiter Versicherung GVB. Die stärksten Hagelschäden entstanden an Gebäuden im Raum Schwarzenburg, Seftigen, Konolfingen und Emmental, wo hühnereigrosse Hagelkörner niederprasselten. «Die Hagelkörner waren nicht nur besonders gross, sondern auch von besonders hoher Schlagkraft. Aussergewöhnlich ist, dass sich die Gewitter­zellen nicht wie bei Hagel üblich sehr lokal entluden, sondern in einem breiten Gürtel über das ganze Berner Mittelland», führt Dettwiler aus. Einzig der Berner Jura, das Berner Seeland und das Berner Oberland wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die meisten eingegangenen Schadenmeldungen beziehen sich auf Dächer, Dachfenster, Lamellenstoren, Antennen und Häuser­fassaden. Nur vereinzelt führte das Unwetter auch zu Sturmschäden und Überschwemmung. Das letzte vergleichbare Hagelgewitter ereignete sich im Sommer 2007 im Raum Interlaken Bödeli.

 

Erst anmelden, dann reparieren

Am Freitag führten die zahlreichen Kundenmeldungen zu einer temporären Überlastung der Telefon- und Internetkanäle der GVB. «Wir bitten die Kunden um Verständnis», so Dettwiler «dass wir nach solchen Extremereignissen nicht auf Anhieb erreichbar sind. Unsere Kundinnen und Kunden haben zwei Jahre Zeit, den Schaden anzumelden.» Wer also aus den Ferien zurückkehrt und erst dann die beschädigte Store entdeckt, kann den Schaden ohne nachteilige Auswirkungen später anmelden. Dettwiler empfiehlt: «Sofortmassnahmen zur Verhinderung weiterer Schäden sollen die Hausbesitzer sofort vornehmen. Ansonsten gilt: Kontaktieren Sie die GVB, bevor Sie den Schaden reparieren lassen.» Die regionalen Schätzungsexperten besuchen im Moment die Geschädigten vor Ort, um die Schäden zu erheben und das weitere Vorgehen gemeinsam festzulegen.

Kundencenter GVB: 0800 666 999
Online-Schadenformular GVB: www.gvb.ch > Schadenfall, wie weiter?

 

Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) besteht seit 1807 und ist ein öffentlich-rechtliches, finanziell selbstän­diges Unternehmen. Sie wird nach privatwirtschaftlichen Grund­sätzen geführt. Mit ihren rund 130 Mitarbeitenden in Ittigen und 300 Teilzeitbeschäftigten im ganzen Kanton versichert sie alle Gebäude im Kanton Bern unbeschränkt gegen Feuer- und Elementarschäden. Die GVB ist Trägerin des Nationalen Klimaforums, das am 10. September 2009 in Thun zum 3. Mal durchgeführt wird (www.climateforum.ch). Ein weiteres Engagement der GVB in der Prävention ist die Brandschutzkampagne www.rauch-signal.ch.

 

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