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Datum
19.05.2006
Bernische Feuerwehren im Wandel

Gebäudeversicherung Bern (GVB) - Mitteilung vom 19. Mai 2006

 

Zahlreiche Gemeinden haben in den letzten rund zehn Jahren begonnen, die Feuerwehren gemeinsam zu führen. Möglich wurde dies mit der Einführung des neuen Feuerschutz- und Feuerwehrgesetzes am 1.1.1995. Dabei steht klar die Einsatzeffizienz im Vordergrund. Die Kostenersparnis ist dabei zwar willkommen, jedoch lediglich ein nützlicher Nebeneffekt. Am Bernischen Feuerwehrtag vom 19. Mai 2006 in Thun zogen die Verantwortlichen eine positive Bilanz über die bisherigen Zusammenschlüsse und den gegenwärtigen Wandel bei den Feuerwehren.

 

Verantwortlich für die Feuerwehren sind die Gemeinden. Erstmals, seit das neue Feuerschutz- und Feuerwehr-Gesetz am 1.1.1995 in Kraft trat, konnten mehrere Gemeinden eine gemeinsame Feuerwehr betreiben. Während damals im Kanton Bern grundsätzlich noch jede der 400 Gemeinden eine eigene Feuerwehr besass, gibt es heute weniger als 300 Feuerwehren. Die Gebäudeversicherung Bern (GVB), als Aufsichtsorgan über die bernischen Feuerwehren, rechnet damit, dass bis ins Jahr 2010 die Anzahl der Feuerwehren auf rund 200 sinken wird, dies bei grösserer Einsatzkraft. Bis heute gab es im Kanton 60 Zusammenschlüsse von Feuerwehren, an denen 171 Gemeinden beteiligt sind. Mit insgesamt weniger Feuerwehrangehörigen mehr Einsätze und Erfahrung, und damit eine deutlich höhere Einsatzeffizienz zu erreichen, ist das erklärte Ziel. Dabei schreibt die GVB nicht einfach vor, sondern sie berät, unterstützt, coacht und leistet mit Betriebsbeiträgen nicht zuletzt auch finanzielle Anreize. Wie der Leiter der Feuerwehren des Kantons Bern bei der GVB, Hans Ulrich Grossniklaus, erklärte, handelt es sich dabei um Belohnungs- und nicht um Bestrafungsanreize. „Wenn Gemeinden ihre Feuerwehren zusammenschliessen, dürfen sie während drei Jahren mit jährlich höheren Beiträgen im Budget rechnen“ führte Grossniklaus weiter aus.

 

Die Einsatzeffizienz lässt sich ohne weiteres messen, in dem das Rating zwischen Brandschaden- und Gebäudeversicherungssumme berechnet wird.

 

Die Verantwortlichen der Feuerwehren zogen am Bernischen Feuerwehrtag vom 19. Mai 2006 vor 500 Teilnehmenden in den Hallen der Thun Expo eine allgemein positive Bilanz. Viel Lob ernteten die Feuerwehren und Einsatzkräfte in den Grussbotschaften der verschiedenen Referenten aufgrund ihres selbstlosen Einsatzes nach der Hochwasserkatastrophe vom August des letzten Jahres.

 

Der Anlass bot Gelegenheit, positive und verzögernde Aspekte der Zusammenarbeit aus Sicht des Kantons sowie aufgrund praktischer Erfahrungen am Beispiel der Feuerwehr Regio Fraubrunnen und der Region Bern zu beleuchten.

 

Regierungsrätin Elisabeth Zölch-Balmer blickte in ihrem Abschiedreferat mit eindrücklichen Worten der Anerkennung und des Dankes auf ihre 12 Jahre als oberste Feuerwehrfrau im Kanton Bern zurück und attestierte den bernischen Feuerwehren, dass sie sich im richtigen Tempo in die richtige Richtung bewegen.

 

 

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