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Datum
09.12.2005
Hochwasser August 2005

Gebäudeversicherung Bern (GVB)
(Medieninformation vom 09. Dezember 2005)

Die Bewältigung der verheerenden Überschwemmungsereignisse vom August 2005 hat bei den betroffenen Gemeinden Einsatzkosten von 10 bis 12 Millionen Franken ausgelöst. Solche Kosten für Soforteinsätze der Gemeinden waren bis zum Jahr 1999 nicht gedeckt und mussten vollumfänglich von den Gemeinden getragen werden. Seit 1999 besteht ein Solidaritätswerk der Gemeinden: die Einsatzkostenversicherung der Gemeinden in ausserordentlichen Lagen. Diese wird von allen bernischen Gemeinden solidarisch getragen und finanziert. Ihre Haftung ist allerdings auf 2 Millionen Franken pro Ereignis beschränkt. Bei einem Extremereignis wie jenem vom August 2005 sind deshalb zusätzliche finanzielle Mittel nötig. Kanton und Hilfswerke haben Unterstützungsbeiträge zugesichert. Diese werden jedoch erst freigegeben, wenn die anrechenbaren Einsatzkosten aller betroffenen 44 Gemeinden ausgemittelt sind, was noch einige Zeit beanspruchen dürfte.

Viele dieser Gemeinden müssen zurzeit Handwerker- und Unternehmerrechnungen für Soforteinsätze nach dem Ereignis bezahlen. Weil eigene Finanzmittel fehlen, sind etliche Gemeinden gezwungen, dafür Bankkredite aufzunehmen.

Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) als Geschäftsstelle der Einsatzkostenversicherung erklärte sich deshalb bereit, den rund 10 am schwersten betroffenen Gemeinden ein zinsloses Darlehen zu gewähren. Die Summe dieser Vorschüsse beträgt höchstens 80 % der insgesamt ermittelten Einsatzkosten, bzw. im Maximum 6 Millionen Franken. Mit diesem Schritt entlastet die GVB die schwer betroffenen Gemeinden von zusätzlichen Finanzierungskosten. Sie unterstreicht damit als Solidaritätsgemeinschaft aller bernischen Gebäudeeigentümer ihre Verbundenheit mit den bernischen Gemeinden und der betroffenen Bevölkerung. Die Amortisation der Darlehen erfolgt unmittelbar mit den Entschädigungen der Einsatzkostenversicherung und spätestens bis Ende 2007.

 

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