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Datum
24.10.2005
Gebäudeschäden höher als erwartet

Gebäudeversicherung Bern (GVB)
(Medieninformation vom 24. Oktober 2005)

In den letzten zwei Monaten wurden alle beschädigten Gebäude besichtigt und auch die Folgeschäden sind nun bekannt. Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) rechnet heute mit 6000 betroffenen Gebäuden und einer Schadensumme von 280 Millionen Franken. Wesentlich zum höheren Schadenausmass beigetragen haben die Folgeschäden, u. a. wegen Verunreinigungen durch Öl, Benzin, usw. Zudem standen zahlreiche Gebäude bis zu zwei Wochen im Wasser. In den letzten zwei Monaten gingen bei der GVB zusätzliche rund 1000 Schadenmeldungen ein. Rund 80 GVB-Schätzungsexperten, alles ausgewiesene Baufachleute, stehen vor Ort für die Schadenbearbeitung im Einsatz. Bisher wurden von den GVB-Experten rund 12'000 Arbeitsstunden geleistet.

 

Während die GVB Ende August noch von 5000 betroffenen Gebäuden und einer Schadensumme von 190 Millionen Franken ausging, rechnet sie heute, nach den Freilegungs- und Trocknungsarbeiten, mit rund 6000 betroffenen Gebäuden und einem Schadentotal von 280 Millionen Franken.Viele Gebäude standen bis zu zwei Wochen im Wasser und Folgeschäden, u. a. durch Öl, Benzin, usw. wurden erst vor kurzem sichtbar. Zudem ist heute bekannt, dass 52 Gebäude Totalschaden erlitten haben.Das Wasser hat hauptsächlich im Gebiet im Bödeli-Interlaken nicht nur Untergeschosse (einfacher Ausbau), sondern auch bewohnte Erdgeschosse (gehobener Ausbau) beschädigt. Dadurch liegen die Kosten pro Gebäude deutlich höher als bei früheren Ereignissen.

 

Dank des im 2004 in Betrieb genommenen Kundencenters und zusätzlicher Informatik-Unterstützung konnten die eingegangen Schadenmeldungen rasch und unbürokratisch abgewickelt werden. Die rund 80 GVB-Schätzungsexperten, alles ausgewiesene Fachleute aus der Baubranche, leisteten bisher rund 12'000 Arbeitsstunden. Sie sorgen auch weiterhin für eine kundenfreundliche und rasche Schadenerledigung. Die Jungfrau-Zeitung und ihre Partner führen vom 24.10. bis 7.11.2005 im Berner Oberland öffentliche Informationsveranstaltungen zum Thema „Lernen aus dem Unwetter 2005 – Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser“ durch.

 

Das Hochwasser vom August 2005 ist das grösste Einzelschadenereignis in der bald 200-jährigen Geschichte der GVB. Die Schadenpotenzialstudie von 2001 der GVB hält ein Einzelschadenereignis in der Grössenordnung von 350 Millionen Franken für möglich. Die 280 Millionen Franken aus dem diesjährigen Hochwasserereignis kommen dieser Prognose bereits sehr nahe. Die Finanzierung bleibt jedoch nach wie vor dank ausreichender Reserven, einem effizienten Rückversicherungssystem sowie dem Solidaritätsfonds der 19 kantonalen Gebäudeversicherungen im Rahmen der Interkantonalen Risikogemeinschaft Elementar IRG gewährleistet.

 

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